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Ratgeber · Immobilieninvestoren

Immobilien als Kapitalanlage

Kennzahlen, Risiken und die Rolle von Verwaltung und Lage.

2 Min. LesezeitRedaktionell aktualisiert: 4.10.2026Redaktion immobilienmakler.club

Das Wichtigste in Kürze

  • Ertrag nach nicht umlagefähigen Kosten und Leerstand rechnen
  • Mietvertrag, Gebäude und rechtliche Nutzung gemeinsam prüfen
  • Finanzierung mit Zins-, Tilgungs- und Rücklagenszenarien testen
  • Steuerliche Wirkung nie mit wirtschaftlicher Rendite verwechseln

Kennzahlen

Mietmultiplikator und Bruttorendite geben eine erste Orientierung, ersetzen aber keine Betrachtung von Kosten, Leerstand und Finanzierung.

Prüfung vor dem Kauf

Mietverträge, Zustand, Rücklagen und rechtliche Rahmenbedingungen gehören zur Due Diligence.

Verwaltung einplanen

Eine verlässliche Verwaltung beeinflusst Ertrag und Werterhalt. Kosten dafür gehören in die Kalkulation.

Vom Bruttoertrag zum freien Zahlungsstrom

Bruttorendite und Mietmultiplikator ignorieren Kaufnebenkosten, Verwaltung, Instandhaltung, Leerstand und nicht umlagefähige Betriebskosten. Erstellen Sie mindestens ein realistisches, ein vorsichtiges und ein Stressszenario. Bei Finanzierung gehören Zinsbindung, Tilgung, Anschlusszins und Liquiditätsreserve in dieselbe Rechnung.

Mietertrag auf Belastbarkeit prüfen

Prüfen Sie Mietverträge, Nachträge, Kautionen, Rückstände, Index- oder Staffelklauseln und die tatsächlichen Zahlungen. Eine Marktmiete darf nicht automatisch als sofort erzielbare Miete angesetzt werden. Mietrechtliche Grenzen, Leerstandszeiten und Kosten einer Neuvermietung beeinflussen den Ertrag.

Technische und rechtliche Risiken

Instandhaltungsstau, energetischer Zustand, Altlasten, Genehmigungen und Gemeinschaftsbeschlüsse können hohe Folgeausgaben verursachen. Bei Wohnungseigentum sind Protokolle, Rücklage und geplante Maßnahmen zentral. Eine Due Diligence dokumentiert offene Punkte und übersetzt sie in Preis, Vertragsbedingungen oder eine Entscheidung gegen den Kauf.

Checkliste

  • Netto-Cashflow nach allen laufenden Kosten?
  • Kaufnebenkosten und Reserve eingerechnet?
  • Mietverträge und Zahlungen geprüft?
  • Technischer Zustand untersucht?
  • Finanzierung im Stressszenario tragfähig?

Typische Fehler

  • Nur mit Bruttorendite rechnen
  • Künftige Mieterhöhungen als sicher annehmen
  • Steuervorteile als Ersatz für laufende Wirtschaftlichkeit behandeln

Häufige Fragen

Welche Rendite ist gut?

Eine allgemeingültige Zielrendite gibt es nicht. Lage, Risiko, Finanzierung, Aufwand und Alternativen müssen gemeinsam betrachtet werden.

Reicht der Mietmultiplikator?

Nein. Er ist ein schneller Vergleichswert, bildet aber Zustand, Kosten, Finanzierung und rechtliche Risiken nicht ab.

Quellen und weiterführende Informationen

Offizielle und fachliche Quellen zur Prüfung des aktuellen Stands. Links zuletzt am oben genannten Aktualisierungsdatum geprüft.

Allgemeine redaktionelle Information, keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Regeln und Programme können sich ändern; prüfen Sie den aktuellen Stand für Ihren Einzelfall.

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